Datenschutzerklärung
1. Verantwortlicher
Prof. Dr. Frank Martin, Rechtsanwalt
Parkstraße 33, 65549 Limburg an der Lahn
Telefon: 06431 – 2 80 75 00
E-Mail: kontakt@scheidungsprofessor.de
2. Allgemeines zur Datenverarbeitung
Wir verarbeiten personenbezogene Daten unserer Nutzer grundsätzlich nur, soweit dies zur Bereitstellung einer funktionsfähigen Website sowie unserer Inhalte und Leistungen erforderlich ist. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Alle mandatsbezogenen Daten unterliegen zusätzlich der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht (§ 43a Abs. 2 BRAO).
3. Hosting und Server-Logfiles
Diese Website wird bei der IONOS SE, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur, gehostet. Beim Aufruf der Website erhebt der Provider automatisch Informationen, die Ihr Browser übermittelt (u. a. IP-Adresse, Datum und Uhrzeit des Zugriffs, aufgerufene Seite, Referrer-URL, verwendeter Browser). Diese Daten sind technisch erforderlich, um die Website anzuzeigen und die Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse). Mit dem Anbieter besteht ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
4. Kontaktaufnahme
Wenn Sie uns per E-Mail oder Telefon kontaktieren, werden Ihre Angaben zur Bearbeitung Ihrer Anfrage verarbeitet. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Anbahnung eines Mandatsverhältnisses) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Zweckerreichung nicht mehr erforderlich sind, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
5. Rückrufbitte / Kurzanfrage
Neben dem Scheidungsformular bieten wir zwei kurze Wege an, ohne bereits ein Mandat zu begründen: das Rückruf-Formular und – im ersten Schritt des Scheidungsformulars – die Möglichkeit, sich den Ablauf des Verfahrens per E-Mail schicken zu lassen. Verarbeitet werden dabei ausschließlich die Angaben, die Sie dort machen: Ihr Name bzw. Vorname, die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer, – sofern Sie eines schreiben – Ihr freiwilliger Hinweis zum Anliegen sowie bei der Anforderung der Einschätzung Ihre Antworten aus dem Eignungs-Check einschließlich des ungefähren Trennungszeitpunkts, falls angegeben (keine Einkommensangaben), sowie gegebenenfalls Ihre Einwilligung in Erinnerungs-E-Mails (Ziffer 6) und in einen Anruf (unten). Weitere Angaben verlangen wir nicht; Ihre IP-Adresse wird zu diesem Vorgang nicht gespeichert.
Die Übermittlung erfolgt TLS-verschlüsselt unmittelbar an die Kanzlei. Zweck ist allein die Kontaktaufnahme mit Ihnen und die erste Einschätzung, ob wir Ihnen helfen können. Diese Einschätzung können Sie wahlweise per Telefon oder per E-Mail anfordern; wir melden uns über den von Ihnen gewählten Weg und speichern den gewählten Kanal zu diesem Zweck. Den jeweils anderen Kontaktweg können Sie freiwillig zusätzlich angeben – er dient nur dem auf der Seite genannten Zweck: Eine zusätzlich angegebene E-Mail-Adresse nutzen wir, um Ihnen die Einschätzung auch schriftlich zu schicken, zusammen mit dem Fortsetzungslink (unten); eine beim Weg E-Mail zusätzlich angegebene Telefonnummer nutzen wir nur für einen kurzen Anruf bei Rückfragen zu Ihrer Einschätzung – und nur, wenn Sie das dafür vorgesehene, nicht vorangekreuzte Kästchen ankreuzen. Rechtsgrundlage für diesen Anruf ist Ihre Einwilligung, Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO; Sie können sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, etwa formlos per E-Mail oder im Gespräch. Ohne Kästchen speichern wir die Nummer nicht. Zum Nachweis halten wir zu Ihrem Vorgang den Zeitpunkt der Erklärung sowie Fassung und Wortlaut des Kästchentextes und des zugehörigen Hinweises fest; es gelten dieselben Löschfristen wie für den Vorgang und die Rückrufbitte selbst. Im Übrigen ist die Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen auf Ihre Anfrage hin); soweit Sie eine Nachricht zu Ihrem Anliegen schreiben, kann diese Angaben zu Ihrem Familienleben enthalten – deren Verarbeitung ist zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen im Sinne des Art. 9 Abs. 2 lit. f DSGVO sowie zur anwaltlichen Beratung erforderlich. Geben Sie in diesem Feld bitte nur das an, was für den Rückruf nötig ist – Einzelheiten besprechen wir persönlich.
Rückruf nach der Einschätzung: Haben Sie die Einschätzung per E-Mail und ohne Telefonnummer angefordert, enthält bereits die E-Mail mit Ihrer Einschätzung das Angebot eines kostenfreien Rückrufs (Knopf „Rückruf vereinbaren“); haben Sie Erinnerungen gewünscht und bestätigt (Ziffer 6), wiederholen wir das Angebot in der ersten Erinnerungs-E-Mail. Nehmen Sie das Angebot über den Link in einer dieser E-Mails an, verarbeiten wir zusätzlich Ihre Telefonnummer, die von Ihnen gewählten Zeitfenster und – sofern Sie einen schreiben – Ihren kurzen Hinweis. Zweck ist allein der gewünschte Rückruf; Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Die Telefonnummer wird Ihrem Fortsetzungs-Vorgang zugeordnet und mit ihm nach 30 Tagen gelöscht; für die Rückrufbitte selbst gilt die folgende Löschfrist. Nach der Anforderung eines Rückrufs erhalten Sie keine weiteren Fortsetzungs-Erinnerungen.
Kommt es nicht zu einem Mandat, löschen wir Ihre Angaben aus der Rückrufbitte spätestens nach 90 Tagen. Kommt es zu einem Mandat, gelten die Aufbewahrungsfristen nach Ziffer 7 und Ziffer 10. Wenn Sie eine E-Mail-Adresse angeben, erhalten Sie eine automatische Eingangsbestätigung; ein Mandat kommt dadurch nicht zustande. Zum Schutz vor missbräuchlicher Massenversendung begrenzen wir die Zahl der Absendungen je Anschluss und Stunde; hierfür wird ein nicht umkehrbarer Kurz-Hash ohne Speicherung der IP-Adresse verwendet.
Fortsetzungslink und serverseitige Zwischenspeicherung: Wenn Sie für die Einschätzung eine E-Mail-Adresse angeben – als gewählten Weg oder freiwillig zusätzlich –, enthält die E-Mail einen persönlichen, nicht erratbaren Fortsetzungslink. Ab diesem Zeitpunkt wird Ihr Formular-Zwischenstand zusätzlich in einem zugriffsgeschützten, nicht über das Web erreichbaren Bereich unseres Servers gespeichert, damit Sie das Formular jederzeit – auch auf einem anderen Gerät – fortsetzen können (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, vorvertragliche Maßnahme auf Ihre Anfrage). Der Zwischenstand wird gelöscht, sobald Sie die Mandatsanfrage absenden, spätestens jedoch automatisch 30 Tage nach Ihrer letzten Eingabe. Ohne Fortsetzungslink – etwa wenn Sie die Einschätzung nur telefonisch anfordern – bleibt der Zwischenstand ausschließlich lokal auf Ihrem Gerät gespeichert.
Begonnene Mandatsaufnahme: Tragen Sie im Scheidungsformular im Schritt „Ihre Angaben“ Ihren Vornamen und einen Kontaktweg (E-Mail-Adresse oder Telefonnummer) ein und verlassen das Feld oder wählen „Weiter“, informieren wir die Kanzlei darüber per E-Mail – mit Ihrem Vornamen, der eingetragenen E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer und Ihren Antworten aus dem Eignungs-Check einschließlich des ungefähren Trennungszeitpunkts, falls angegeben –, damit sie Ihren begonnenen Auftrag zuordnen und Ihnen bei Rückfragen helfen kann (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO). Ihre übrigen Formulareingaben werden dabei nicht übermittelt, und einen Fortsetzungslink versenden wir in diesem Fall nicht. Kommt kein Mandat zustande, löschen wir diese Angaben spätestens nach 90 Tagen.
6. Terminerinnerung, Fortsetzungs-Erinnerung und Wiedervorlage
Terminerinnerung zum frühesten Antragstermin: Läuft Ihr Trennungsjahr noch oder hat es noch nicht begonnen, können Sie sich von uns an den frühesten Zeitpunkt erinnern lassen, zu dem der Scheidungsantrag eingereicht werden kann. Verarbeitet werden dafür ausschließlich Ihr Vorname (freiwillig), Ihre E-Mail-Adresse, der von Ihnen angegebene Trennungsmonat (Monat und Jahr, kein Tag) bzw. die Angabe, dass Sie noch nicht getrennt leben, sowie die Seitensprache. Aus dem Trennungsmonat berechnen wir den Stichtag und versenden an Sie eine Bestätigung sowie bis zu drei weitere E-Mails (etwa zwei Monate vorher, zwei Wochen vorher und am Stichtag; ohne Trennungsdatum: eine Hinweis-E-Mail nach etwa einer Woche und eine Nachfrage nach etwa zwei Monaten). Zweck ist allein diese von Ihnen gewünschte Erinnerung. Rechtsgrundlage ist Ihre Einwilligung, Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO; Sie können sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen – über den Abmelde-Link, den jede dieser E-Mails enthält, oder formlos per E-Mail an uns. Nach dem Widerruf wird Ihr Eintrag gelöscht.
Fortsetzungs-Erinnerung (nur mit Ihrer Einwilligung): Haben Sie nach dem Scheidungs-Check für die Einschätzung eine E-Mail-Adresse angegeben und dabei das Kästchen „Ja, erinnern Sie mich per E-Mail …“ angekreuzt, erinnern wir Sie höchstens zweimal per E-Mail daran, falls Sie das Formular danach nicht abschließen (nach etwa einem Tag und nach etwa einer Woche ohne weitere Eingabe), und verlinken dabei Ihren Zwischenstand. Haben Sie keine Telefonnummer angegeben und Ihre Einwilligung innerhalb eines Tages bestätigt, enthält die erste dieser E-Mails stattdessen erneut das Angebot eines kostenfreien Rückrufs (Ziffer 5) und kommt bereits etwa eine Stunde nach Ihrer letzten Eingabe; die zweite folgt nach etwa einer Woche. Fordern Sie den Rückruf an, endet die Erinnerung. Wir versenden diese E-Mails nur zwischen 8:30 und 20:00 Uhr. Wirksam wird Ihre Einwilligung erst, wenn Sie sie in der E-Mail mit Ihrer Einschätzung durch Klick auf den Knopf „Weitermachen und Erinnerungen bestätigen“ bestätigen (Double-Opt-in); ohne diese Bestätigung erhalten Sie keine Erinnerung. Zum Nachweis speichern wir zu Ihrem Vorgang den Zeitpunkt der Anforderung und der Bestätigung sowie Fassung und Wortlaut der Einwilligungserklärung. Weil der Vorgang nach 30 Tagen gelöscht wird, halten wir die Bestätigung zusätzlich in einem gesonderten, nicht über das Web erreichbaren Nachweisprotokoll fest – mit einem Hash-Wert Ihrer E-Mail-Adresse (nicht der Adresse selbst), der Fassung und einem Hash-Wert des Wortlauts sowie den Zeitpunkten von Anforderung und Bestätigung – und bewahren diesen Nachweis drei Jahre auf (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO: Nachweis der Einwilligung nach Art. 7 Abs. 1 DSGVO und Abwehr von Ansprüchen; drei Jahre entsprechen der regelmäßigen Verjährungsfrist). Rechtsgrundlage ist Ihre Einwilligung, Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (für die Zusendung per E-Mail zugleich § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG). Sie können sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen (Art. 7 Abs. 3 DSGVO) – über den Abmelde-Link in jeder dieser E-Mails oder formlos per E-Mail an uns. Die Grenze von zwei E-Mails gilt je Vorgang: Fordern Sie später erneut eine Einschätzung an, beginnt die Zählung von vorn. An dieselbe E-Mail-Adresse versenden wir insgesamt jedoch höchstens vier solcher E-Mails innerhalb der Aufbewahrungszeit von 30 Tagen; fordern Sie die Einschätzung mehrfach kurz hintereinander an, bleibt es bei zwei. Ohne Ihre Einwilligung – etwa wenn Sie das Kästchen nicht ankreuzen, keine E-Mail-Adresse angeben oder das Scheidungsformular direkt ausfüllen – versenden wir keine Fortsetzungs-Erinnerung.
Für beide Erinnerungsarten gilt: Die Daten werden auf unserem eigenen Server in einem zugriffsgeschützten, nicht über das Web erreichbaren Bereich gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Die E-Mails enthalten keine Zählpixel, keine personalisierten Verfolgungslinks und keine Gebührenangaben; ob und wann Sie eine E-Mail öffnen, erfahren wir nicht. Terminerinnerungen werden spätestens 60 Tage nach der letzten geplanten Nachricht gelöscht, Fortsetzungs-Vorgänge und Formular-Zwischenstände spätestens 30 Tage nach Ihrer letzten Eingabe (Ziffer 5). Ihre IP-Adresse wird zu diesen Vorgängen nicht gespeichert; gegen missbräuchliche Massenanmeldungen begrenzen wir die Zahl der Absendungen je Anschluss und Stunde über einen nicht umkehrbaren Kurz-Hash. Ein Mandat kommt durch die Erinnerungen nicht zustande; sie enthalten keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Kanzlei-interne Wiedervorlage: Beauftragen Sie uns bereits, während das Trennungsjahr noch läuft oder bevor die Trennung vollzogen ist, legen wir zu Ihrem Mandat eine interne Wiedervorlage an. Verarbeitet werden dafür ausschließlich Daten aus Ihrem Mandat, nämlich Ihr Name, Ihre Kontaktdaten, Ihre Angabe zur Trennung und der daraus errechnete früheste Einreichungstermin. Zweck ist allein die fristgerechte Vorbereitung und Einreichung Ihres Scheidungsantrags; Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Anbahnung und Durchführung des Mandats; vorvertragliche Maßnahme auf Ihre Anfrage). Die Erinnerungen aus der Wiedervorlage gehen ausschließlich an die Kanzlei, nicht an Sie und nicht an Dritte. Die Speicherung erfolgt im Rahmen Ihrer Mandatsakte; es gelten die mandatsbezogenen Aufbewahrungsfristen (Ziffer 10). Die technische Merkliste auf unserem Server wird spätestens 60 Tage nach dem letzten Wiedervorlage-Termin gelöscht, sobald die Wiedervorlage erledigt ist auch früher.
7. Online-Scheidungsformular
Über unser geführtes Online-Formular können Sie uns die für einen Scheidungsantrag erforderlichen Angaben übermitteln und die Kanzlei mit der Vertretung im Scheidungsverfahren beauftragen. Verarbeitet werden dabei die von Ihnen eingegebenen Daten, insbesondere: Namen, Geburtsdaten und -orte, Anschriften und Staatsangehörigkeiten beider Ehegatten, Angaben zur Ehe (Datum, Standesamt, Registernummer), zur Trennung, zu gemeinsamen Kindern, zu Rentenanrechten (Versorgungsausgleich), zu Eheverträgen bzw. Scheidungsfolgenvereinbarungen sowie Angaben zum Einkommen und Ihre Kontaktdaten.
Die Übermittlung erfolgt TLS-verschlüsselt unmittelbar an die Kanzlei. Zweck der Verarbeitung ist die Prüfung Ihrer Mandatsanfrage (einschließlich der berufsrechtlich gebotenen Prüfung auf Interessenkollision, § 43a Abs. 4 BRAO) sowie die Anbahnung und Durchführung des Mandats. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (vorvertragliche Maßnahmen und Vertragsdurchführung).
Soweit Sie Angaben zu Ihrem Ehepartner oder zu gemeinsamen Kindern machen, verarbeiten wir diese Daten Dritter ausschließlich zur Vorbereitung und Durchführung des Scheidungsverfahrens (Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. f DSGVO). Bitte informieren Sie Ihren Ehepartner über die Übermittlung; die Information nach Art. 14 DSGVO erfolgt im Übrigen spätestens mit der gerichtlichen Zustellung des Scheidungsantrags.
Mit der Eingangsbestätigung erhalten Sie Ihre Verfahrensvollmacht als PDF sowie einen persönlichen, nicht erratbaren Link, über den Sie die Vollmacht elektronisch signieren können (einfache elektronische Signatur). Zu diesem Zweck werden die Formulardaten für die Dauer des Signatur-Vorgangs in einem zugriffsgeschützten Bereich unseres Webservers gespeichert; bei der Signatur werden zusätzlich Zeitpunkt, der von Ihnen eingegebene Name, Ihre IP-Adresse und die Browser-Kennung protokolliert und in das Signatur-Dokument aufgenommen (Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. f DSGVO – Nachweis der Signatur). Nach Abschluss der Signatur werden die Falldaten aus dem Signatur-Vorgang entfernt; nicht genutzte Signatur-Links werden spätestens nach 30 Tagen automatisch gelöscht.
Kommt kein Mandat zustande, löschen wir die übermittelten Daten spätestens 90 Tage nach Abschluss der Prüfung, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Im Fall der Mandatierung gelten die mandatsbezogenen Aufbewahrungsfristen (Ziffer 10).
7a. Elektronischer Widerruf (Widerrufsfunktion)
Über die Schaltfläche „Vertrag widerrufen“ in der Fußzeile jeder Seite können Sie einen mit uns online geschlossenen Vertrag elektronisch widerrufen (§ 356a BGB). Zweck der Verarbeitung ist die Entgegennahme Ihrer Widerrufserklärung, die Bestätigung ihres Eingangs, die Rückabwicklung des Vertrags und der Nachweis, dass und wann die Erklärung eingegangen ist.
Verarbeitete Daten: Ihr Name, die Angabe zum Vertrag, freiwillig eine Kennung oder ein Aktenzeichen, Ihre E-Mail-Adresse für die Eingangsbestätigung, Datum und Uhrzeit des Eingangs, die gewählte Sprache und der feste Erklärungssatz; ein Feld für eine Begründung gibt es nicht. Bevor Sie im zweiten Schritt auf „Widerruf bestätigen“ klicken, speichern wir nichts – bis dahin werden Ihre Angaben nur gegen Veränderung gesichert in der Überprüfungsseite mitgeführt. Nennen Sie eine Kennung, gleichen wir sie mit den bei uns gespeicherten Signatur-Vorgängen (Ziffer 7) ab und vermerken bei eindeutigem Treffer den zugeordneten Vorgang (Name und E-Mail-Adresse laut Mandatsanfrage, Anlagedatum, Stand der Signatur). Die Seite setzt keine Cookies und bindet keine Reichweitenmessung ein; serverseitig wird lediglich ohne Bezug zu Ihrer Person gezählt, dass eine Erklärung eingegangen ist.
Keine IP-Adresse im Protokoll: Ihre IP-Adresse wird in das Protokoll der Widerrufserklärungen nicht aufgenommen. Zum Schutz vor massenhaften automatisierten Eingaben zählt der Server die Bestätigungen je Anschluss; dazu wird aus Ihrer IP-Adresse ein gekürzter Hashwert gebildet und mit den Zeitpunkten der letzten Stunde in einer Zählerdatei abgelegt. Diese Zeitpunkte verfallen nach einer Stunde; die Zählerdatei wird danach bei einer der folgenden Anfragen automatisch gelöscht. Wird die Grenze überschritten, wird Ihre Erklärung grundsätzlich trotzdem gespeichert; nur die Eingangsbestätigung folgt zeitversetzt. Allein bei einer massenhaften Überlastung der Funktion wird die Erklärung nicht gespeichert; die Seite sagt Ihnen das dann ausdrücklich und nennt Ersatzwege (E-Mail, Post). Festgehalten wird in diesem Fall nur der Zeitpunkt des Versuchs, ohne Ihre Angaben. Ein für Besucher unsichtbares Prüffeld dient der Spam-Erkennung; ist es ausgefüllt, wird die Erklärung trotzdem gespeichert und der Kanzlei mit dem Vermerk „Spamverdacht“ gemeldet. Unabhängig davon erfasst der Hoster die technischen Zugriffsdaten nach Ziffer 3.
Rechtsgrundlagen: Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO i. V. m. § 356a Abs. 4 BGB (Pflicht, den Eingang der Widerrufserklärung unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger zu bestätigen), Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Rückabwicklung des Vertrags nach dem Widerruf) und Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse am Nachweis des rechtzeitigen Eingangs, an der Verteidigung gegen Ansprüche und am Schutz der Funktion vor Missbrauch).
Empfänger: Die Eingangsbestätigung geht per E-Mail an die von Ihnen angegebene Adresse, eine Meldung mit Ihren Angaben an die Kanzlei (kontakt@scheidungsprofessor.de). Die Verarbeitung erfolgt auf dem Server unseres Hosters, der als Auftragsverarbeiter tätig ist (Ziffer 3). Eine Weitergabe an sonstige Dritte findet nicht statt.
Sperre der Erinnerungs-E-Mails: Lässt sich Ihre Erklärung über die Kennung eindeutig einem Vorgang zuordnen, stellen wir mit ihrem Eingang die automatischen E-Mails nach Ziffer 6 (Terminerinnerung und Fortsetzungs-Erinnerung) an die im Vorgang hinterlegte und an die angegebene E-Mail-Adresse ein und sperren den Signatur-Link dieses Vorgangs (Ziffer 7). Ohne eindeutige Zuordnung, bei Spamverdacht oder bei ungewöhnlich vielen gleichzeitigen Eingängen unterbleibt diese automatische Sperre; die Kanzlei prüft den Eingang dann selbst. Die kanzleiinterne Wiedervorlage bleibt bestehen, damit wir Ihre Erklärung bearbeiten können.
Speicherdauer: Abweichend von der 90-Tage-Regel in Ziffer 7 bewahren wir Widerrufserklärungen länger auf, weil wir ihren rechtzeitigen Eingang nachweisen können müssen. Besteht ein Mandat, nehmen wir die Erklärung zur Handakte und bewahren sie mit dieser nach § 50 BRAO auf (Ziffer 10). Im Übrigen speichern wir sie drei Jahre ab dem Ende des Jahres ihres Eingangs (regelmäßige Verjährungsfrist, §§ 195, 199 BGB). Das Protokoll auf unserem Server wird drei Jahre nach dem Ende des Eingangsjahres automatisch gelöscht.
8. KI-gestützter Telefonassistent
Zur Erreichbarkeit außerhalb der Bürozeiten sowie zur Erstbearbeitung eingehender Telefonanrufe setzt die Kanzlei einen KI-gestützten Telefonassistenten ein. Anrufende Personen werden zu Beginn des Gesprächs darauf hingewiesen, dass sie mit einem automatisierten System auf Basis künstlicher Intelligenz kommunizieren (Art. 52 der Verordnung (EU) 2024/1689 – KI-Verordnung).
Verarbeitet werden: Rufnummer und ggf. Name der anrufenden Person, Inhalt des Gesprächs (Sprachdaten), Datum und Uhrzeit des Anrufs sowie das mitgeteilte Anliegen. Soweit dabei besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO offenbart werden, unterliegen diese der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht. Rechtsgrundlagen sind Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Mandatsanbahnung) und Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an geordneter Erreichbarkeit).
Zur technischen Bereitstellung werden Daten an einen Dienstleister für KI-gestützte Telekommunikationsdienste im Rahmen einer Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO übermittelt; dieser ist vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Soweit der Dienstleister außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verarbeitet, erfolgt die Übermittlung auf Grundlage von EU-Standardvertragsklauseln (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO). Der Telefonassistent trifft keine automatisierten Entscheidungen im Sinne von Art. 22 DSGVO; alle rechtsrelevanten Entscheidungen treffen Kanzleimitarbeiter. Gesprächsdaten werden nach 30 Tagen automatisch gelöscht, sofern nicht ein Mandatsverhältnis oder gesetzliche Aufbewahrungspflichten eine längere Speicherung erfordern.
9. Zahlungen
Überweisung (SEPA): Bei Zahlung per Überweisung verarbeiten wir die zahlungsbezogenen Daten (Name, IBAN, Verwendungszweck) zur Abrechnung und Zuordnung. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.
Bitcoin (eigener Zahlungsserver): Sie können Rechnungen der Kanzlei freiwillig mit Bitcoin begleichen. Verarbeitet werden ausschließlich die von Ihnen eingegebenen Angaben (Aktenzeichen, Rechnungsnummer, Rechnungsbetrag, Name). Diese werden an unseren selbst betriebenen Zahlungsserver (BTCPay Server, gehostet in einem deutschen Rechenzentrum) übermittelt, um eine Zahlungsseite zu erzeugen und den Zahlungseingang zuzuordnen. Es sind keine externen Zahlungsdienstleister eingebunden. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Transaktionsdaten der Bitcoin-Blockchain sind technisch bedingt öffentlich; sie enthalten keine der vorgenannten Angaben.
Kartenzahlung, Apple Pay, Google Pay und PayPal (SumUp): Zahlungen per Karte, Apple Pay, Google Pay oder PayPal wickeln wir über den Zahlungsdienstleister SumUp ab. Dabei werden die für die Zahlungsabwicklung erforderlichen Daten unmittelbar durch SumUp als eigenständigen Verantwortlichen verarbeitet. Je nach gewählter Zahlungsart sind daran weitere Anbieter beteiligt (das Kartenunternehmen und die kartenausgebende Bank, Apple, Google oder PayPal), die die Daten in eigener Verantwortung verarbeiten. Rechtsgrundlage der Übermittlung ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Näheres regelt die Datenschutzerklärung von SumUp.
10. Mandatsverhältnis
Im Rahmen eines Mandats verarbeiten wir personenbezogene Daten zur Durchführung des Auftrags. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO sowie berufsrechtliche Vorschriften. Für Rechtsanwälte bestehen besondere Verschwiegenheitspflichten. Aufbewahrungsfristen ergeben sich aus § 50 BRAO (6 Jahre für Handakten), HGB und AO (bis zu 10 Jahre für Buchhaltungsunterlagen).
11. Weitergabe von Daten
Eine Übermittlung Ihrer Daten an Dritte erfolgt nur, wenn dies zur Mandatsdurchführung erforderlich ist – im Scheidungsverfahren insbesondere an das zuständige Familiengericht, an die Versorgungsträger (im Rahmen des Versorgungsausgleichs) und an Ihren Ehepartner als Verfahrensbeteiligten –, wenn Sie eingewilligt haben oder eine rechtliche Verpflichtung besteht.
12. Cookies, lokale Speicherung und Reichweitenmessung
Diese Website setzt keine Cookies und bindet keine externen Analyse-, Tracking- oder Werbedienste ein. Es werden keine externen Schriftarten und keine Inhalte von Drittanbieter-Servern nachgeladen.
Lokale Speicherung auf Ihrem Gerät. Damit Sie das Online-Formular unterbrechen und später fortsetzen können, speichert Ihr Browser die Formulareingaben als Entwurf lokal (im localStorage unter dem Schlüssel sp_formular_entwurf). Für die Erstellung Ihrer Vollmacht werden die Angaben zusätzlich für die Dauer der Sitzung im sessionStorage gehalten, ebenso – beim Trennungsjahr-Rechner – der eingegebene Trennungszeitpunkt, um ihn in das Formular zu übernehmen. Diese Daten verbleiben auf Ihrem Gerät, werden nicht an Dritte übermittelt und nicht zu Tracking-Zwecken genutzt; an uns übermittelt werden sie nur in den Fällen der Ziffern 5 und 6 (Einschätzung, Fortsetzungslink, begonnene Mandatsaufnahme, Terminerinnerung) und mit Ihrer Mandatsanfrage. Die auf Ihrem Gerät gespeicherten Formulareingaben können Sie jederzeit über die Schaltfläche „Stattdessen neu beginnen“ im Formular oder durch Leeren des Browserspeichers entfernen; die Löschung einer bereits auf unserem Server gesicherten Fassung können Sie formlos bei uns verlangen. Rechtsgrundlage für die technisch erforderliche Speicherung ist § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG; die anschließende Verarbeitung übermittelter Daten richtet sich nach den Ziffern 5 bis 7.
Cookielose Reichweitenmessung. Zur Verbesserung unseres Angebots erfassen wir anonym und ohne Cookies, welche Seiten aufgerufen werden. Dabei werden ausschließlich die aufgerufene Seite, die verweisende Domain, der grobe Gerätetyp (mobil/Tablet/Desktop), die Browsersprache, ein 2-Buchstaben-Ländercode und die Herkunftskategorie des Aufrufs gespeichert. Bei der Herkunftskategorie halten wir ausschließlich fest, ob der Aufruf über eine bezahlte Google-Anzeige, über eine bezahlte Anzeige bei Facebook oder Instagram, über einen organischen Verweis von Facebook oder Instagram oder nativ (organische Suche, Direktaufruf oder sonstiger Verweis) erfolgte; abgeleitet wird dies daraus, ob die Adresszeile eine Klick-Kennung (z. B. gclid oder fbclid) bzw. eine Kampagnen-Kennzeichnung enthält und von welcher Domain verwiesen wurde – die Klick-Kennungen selbst werden für die Reichweitenmessung nicht gespeichert. Ein Meta-Pixel oder ein vergleichbares Zählwerkzeug von Facebook/Instagram setzen wir nicht ein; es findet insoweit keine Datenübermittlung an Meta statt. Bei Aufrufen über eine bezahlte Anzeige speichern wir zusätzlich, sofern vorhanden, die reine Kampagnen- und Keyword-Kennzeichnung der Anzeige (Parameter utm_campaign/utm_term); dabei handelt es sich um von uns selbst vergebene Kampagnen- und Suchbegriff-Bezeichnungen ohne Personenbezug. Ihre IP-Adresse wird nicht gespeichert; zur Zählung wiederkehrender Besucher innerhalb eines Tages wird ein mit einem täglich wechselnden Wert gebildeter, nicht umkehrbarer Kurz-Hash verwendet, der eine Wiedererkennung über den Tag hinaus ausschließt. Die Verarbeitung erfolgt auf unserem eigenen Server ohne Weitergabe an Dritte. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einer datensparsamen Reichweitenmessung); da kein Zugriff auf Endgeräte-Informationen im Sinne des § 25 TDDDG erfolgt und keine Cookies gesetzt werden, ist eine Einwilligung nicht erforderlich. Signale wie „Do Not Track“ und „Global Privacy Control“ Ihres Browsers werden respektiert; in diesem Fall unterbleibt die Zählung.
Erfolgsmessung von Google-Ads-Anzeigen (ohne Cookies). Gelangen Sie über eine Google-Anzeige auf unsere Website, enthält die aufgerufene Adresse eine von Google vergebene Klick-Kennung (Parameter gclid, gbraid oder wbraid). Diese Kennung wird nicht in Cookies oder im Browserspeicher abgelegt, sondern verbleibt in der Adresszeile (dort erscheint sie, wie jede aufgerufene Adresse, in den technischen Server-Protokollen, Ziffer 3); gespeichert und ausgewertet wird sie von uns nur, wenn Sie von sich aus Kontakt aufnehmen – also das Online-Scheidungsformular absenden, eine kostenfreie Einschätzung oder einen Rückruf anfordern oder eine Terminerinnerung einrichten. Beim Absenden des Scheidungsformulars wird die Kennung bis zur Signatur zusammen mit Ihren Formulardaten im Signatur-Vorgang (Ziffer 7) gespeichert und mit diesem spätestens nach 30 Tagen gelöscht. Bei den übrigen Kontaktwegen wird die Kennung getrennt von Ihren Kontaktdaten und ohne Namen in einem eigenen Verzeichnis abgelegt; eine Verbindung zu Ihrer Person stellen wir dort nicht her. Wir unterscheiden dabei drei Stufen – Kontaktaufnahme, Mandatsanfrage und erteiltes Mandat (digitale Signatur der Vollmacht) – und speichern jeweils die Kennung mit dem Zeitpunkt — ohne Namen oder sonstige Personendaten — für höchstens 90 Tage und übermitteln sie an Google Ads, damit die Anzeigenschaltung als erfolgreich gezählt werden kann. Google kann die Kennung dem ursprünglichen Anzeigenklick zuordnen; welche Person sich gemeldet oder das Mandat erteilt hat, erfährt Google von uns nicht. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Erfolgsmessung unserer Werbung); § 25 TDDDG ist mangels Zugriffs auf Endgeräte-Speicher nicht berührt. Die Signale „Do Not Track“ und „Global Privacy Control“ werden auch hier respektiert; in diesem Fall unterbleibt die Messung. Sie können sie außerdem verhindern, indem Sie die Klick-Kennung vor dem Absenden aus der Adresszeile entfernen.
13. Ihre Rechte
Sie haben das Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch (Art. 21). Erteilte Einwilligungen können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Sie haben ferner das Recht, sich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde zu beschweren; zuständig ist der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Gustav-Stresemann-Ring 1, 65189 Wiesbaden.
14. Aktualität
Diese Datenschutzerklärung wird bei Änderungen der Rechtslage oder unserer Leistungen angepasst. Stand: Oktober 2026.